meine erde

du schöne, meine mir anvertraute freude, mein leben unter bäumen und im wasser, du bist alles, was wächst und endet, mein licht und schatten, stern und gestein, der duft, der anhebt und im schimmer der sonne glimmt, du bist fell und feder, die im tau glänzen und über die wellen der gräser streifen.

du hast unsere ankunft wohl vorbereitet.
wir haben nicht gelernt, das wort gastfreundschaft zu lesen.

Gabriele Pflug

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Ich werde

weil ich mich mitverantwortlich fühle, für das, was wir mit der Welt anstellen, hier nur noch 1x im Monat ein Gedicht posten.

Wer Interesse hat, kann/sollte sich den Vortrag von Harald Lesch bei Maier-Lyrik anhören.
Danke für euer Verständnis, dass ich dann auch bei euch LyrikerInnen nur noch sporadisch kommentieren werde.
Mit lieben Grüßen
Gabriele

Zum Tod von Bruno Ganz

Bei Nacht sei dir geflüstert
stimmen deine Flugrunden
im schwarzen Mantel hell
und ganz still schließt du die Tür
hinter dir leises Weh bleibt in uns
zurück das große Rätsel
und deine Worte ertasten bereits
in der Dunkelheit den Himmel

Gabriele Pflug

 

 

Maria-Lichtmess-Nacht

In jeden Fußabdruck
eine Rose gelegt
für eure abgrundtiefe Verzweiflung
in einer steinernen Zeit

In die Kälte der Nacht
ein Stück Brot gereicht
für eure schmerzenden Eingeweide
in einer verstummten Epoche

In die Schwärze der Wälder
eine Kerze gezündet
für eure elende Einsamkeit
in einer gottverlassenen Welt

Auf eurem Haupt
schon sichtbar
das aschene Mal

 

Und immer wieder in Memoriam: Mühlviertler Hasenjagd
(vom 1. auf den 2. Februar 1945/ von 500 im KZ-Mauthausen inhaftierten russischen Offizieren überlebten nur 9 die abscheuliche Menschenjagd in meinem geliebten Mühlviertel)